20
v. Lenß.
Töchterkindern, jedem 100 Thaler", endlich ihrer eigenen SchwesterAnna Tatharina v. plessen 3000 Talers.
Jakob Heinrich Lenz war wenige Jahre, bevor er Straßgräbchenkäuflich an sich gebracht hatte, in den Adelsstand erhoben worden^).
Tr siegelt in den Jahren 1677, auch 1681 folgendermaßen^):Schild geviert; in jedem Ouartier eine heraldische Linie, klein Helm undkein Kleinod.
Ob die eben besprochene Familie v. Lenz mit dem gegenwärtig imKönigreich Sachsen blühenden Geschlecht v. Lentz in Zusammenhang steht,vermögen wir nicht zu entscheiden. Am 12. Januar 1753 wurde derkurbayrische Kat und Geheime Sekretär Johann Baptist Lentz vomKurfürsten Maximilian III. Joseph von Bayern in den Adelsstanderhoben h. Geboren zu München am 1. März 1683, starb er daselbst am24. Oktober 1763. Die Tochter des Geadelten- Maria Antonia, geborenzu München am 2Y. Juli 1733°), vermählte sich am 7. August 1768°) inBautzen mit Franciscus Taverius Tarl Maximilian Johann Grafen hrLanvon Harras, der die Güter Gber-Strahwalde (IMW von Herrnhut) undKemnitz (^0 von Herrnhut) an sich brachte. Johann Baptists jüngsterSohn, Johann Nepomuk Gregor v. L., geboren zu München am8. Oktober 1740, gestorben zu Görlitz am 29. Juni 1787, Hauptmann imkursächsischen Infanterie-Kegiment Graf Brühl, vermählt mit WilhelmineFreiin v. hock, pflanzte das Geschlecht fort. Liner seiner Söhne, JohannLudwig Adolph v. L., geboren zu Görlitz am 12. Dezember 1779,gestorben zu Dresden am 16. Februar 1844, königlich Sächsischer Majorim Linien-Infanterie-Kegiment Prinz Maximilian, erbte von seiner Tante,der erwähnten Gräfin Maria Antonia hrLan von Harras, deren Kitter-gut Gber-Strahwalde. Am 18. Dezember 1815 ergriff er Besitz vomGute und wurde am 15. Juni 1816 belehnt. Tr verkaufte Gber-Strahwalde am 15. November 1826 an Tarl August Keichel für52000 Ktlr. und 300 Ktlr. Schlüsselgeld.
Mappen: Dem Johann Baptist L. wurde bei seiner Nobilitierungfolgendes Wappen verliehen: In dem von Silber über Blau geteiltenSchilde ein silberner Strauß, ein Hufeisen im Schnabel haltend. In der
>) Vas Testament ist in den Lehnsakten Straßgräbchen.
-) Vas geht deutlich hervor aus der vom Landvogt Lurt Beinicke v. Lallenbergim Iahre 1685 gegebenen „Specification unterschiedener Personen, denen einige Bitter-giither im Marggraffthumb Dberlaußnicz nach der Zeitt des 1666 confirmirten Landes-pacti ohne Vorweisung vier Bhnen oder Beweisung eines uhralten adelichen Geschlechtsanzukauffen nachgesehen worden?' In dieser Specification findet sich erwähnt:4. Oberstleutnant Lenz kaufte das Gut Straßgräbchen, „ungeachtet er erst vor seinePerson von Ihr. Rais. Mas. in den kldelstand vor wenig Jahren erhoben gewesen".lh.-St.-kl. Boo. 9548, Vas 9. Buch Gberlaus. Lehens-Sachen, Zol. 172.
Lehnsakten Straßgräbchen.
y Gritzner, Standes-Lrhebungen und Gnaden-Kcte, I. Bd., S. IZ4: vergl.auch zu dem folgenden: Illustrirte Deutsche Bdelsrolle, 1859, S. 67 und Tafel VIII,Br. 10: Gothaisches Briefadeliges Taschenbuch 1910 und 1912.
b) Pesch el, Geschichte von Remnitz, 1861, S. 50.
°) Laus. Magazin 1768, S. 279.