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oberen Schildhälste zu beiden Seiten des Straußenkopses ein goldenerStern. Helm gekrönt. Kleinod: Drei silberne Straußenfedern. Deckenblau-silbern.
v. Lest.
Seit dem Anfänge des 17. Jahrhunderts sind Glieder des altenSchlesischen Geschlechts v. Lest auch in der Gberlausitz ansässig. Thristophv. Lest „und hundorf" erwarb die Güter Gber-Rengersdorf undTorga (beide 88W von Rothenburg) am 31. März 1605 von Heinrichv. Keul a. d. h. Klein-Pohlwitz im Liegnitzischen. Der Käufer war „einAusländischer und noch zur Zeit vom Lande nicht ausgenommen"; erstim Landtage am 4. Januar 1606 wurde er als Landsaß admittirt').Thristoph starb in der Woche Oomin. 17. post. Trinität. 1617 f12. —18.Oktober.) Seine Gattin Ursula, geb. v. Schellendorsf a. d. h. Leubusstarb am 19. Dezember 1634 ff. Tr hinterließ drei Söhne (I —lll):
I. Bernhard. Siehe unten.
II. Heinrich. Siehe unten S. 23.
III. Friedrich. Siehe unten 5. 23.
I- Bernhard v. L. Die genannten drei Brüder besaßen nach desVaters Tode die Güter gemeinsam, bis der älteste, Bernhard, am5. Juli 1625 „durch unverhofften kläglichen Fallff" starb. Tr warvermählt gewesen mit Susann« v. Kalckreuth a. d. h. Bremenhain,die schon vier Jahre vor ihm, am 3. November 1621 gestorben warff,und hinterließ ein Söhnchen Hans Heinrich, geboren am 28. Februar1620 st. n. zu Rengersdorsff. Dessen Vatersbruder Heinrich in Gemein-schaft mit dem Vormunde Hans Heinrichs verkauften am 21. Juni 1626Gber-Rengersdorf nebst Torga an den andern Vatersbruder, Friedrich v. L.,für 18000 Taler. Hans Heinrich ging später in Sachsen-Weimarsche,dann in kursächsische Dienste, wurde kurfürstlicher Bat, Kammerherr,kurprinzlicher Hofmeister. Im Juli 1656 war er unter den Zeugen beider Eheschließung des Herzogs Moritz von Sachsen-Naumburg-Zeitz mitseiner zweiten Gemahlin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar"). HansHeinrich war wohl auch der „v. Lest", der im Jahre 1657 mit anderenGberlausitzischen angesessenen Ldelleuten an der Huldigung des KurfürstenJohann Georgs II. teilnahm ff. Tr hatte 1656 das Gut hähnichen(VMVV von Rothenburg) erworben und kaufte am 29. Mai 1657 einenAnteil, im Jahre 1659 oder 1660 das ganze Gut Gber-Spree(80 von hähnichen) cum omnibus et smAulis pertinentiis. Aber schonim Jahre 1662 am 24. Juni veräußerte er hähnichen für 12600 Taler,
Staatsarchiv Breslau. Lehnbuch 1615-1689.Laus. Magazin 1773, S. 203.ff Lehnsakten Rengersdorf.ff Laus. Magazin 1773, S. 204.
5) Kloß, Geneal. Nachrichten, Mjpt. Bd. IX, Lest,ff Müller, ^nnalss Laxoniei, S. 408.ff Neues Laus. Mag. vd. 11, 5. 76.