druck gemacht zu haben. Mit einem Worte, von dieser Seitekönnen wir sehr zufrieden seyn. Aber auch von jedem andernGesichtspunkte aus, ist der Aufenhalt sehr interessant zu nennen.Paris hat seit den 7 Jahren, wo ich nicht hier war, unglaub-lich gewonnen. Ueberall ist ein Reichthum und eine Thätig-keit wahrzunehmen, von welchen man sich schwer einen Be-griff machen kann. Was die Theater anbetrifft, so steht dieOper in musikalischer Hinsicht unter der unsrigen, auch inscenischer ist sie nicht besser. Die Oper Aladin oder die Wun-dcrlampe, die bloß wegen der Decorationcn Succeß gehabthat, wird von Alcidor gewiß überboten, von andern aber ein-geholt. In Hinsicht auf den Tanz müssen wir einstecken, dasliegt einmal im Nationalcharakter. Etwas niedlicheresals Mad. Montessu kann man sich nicht wohl denken,und Paul und Coulon sind einzig, wiewohl es mir vor-kommt, als habe der erstere etwas an Leichtigkeit verloren,da er starker geworden ist. Mad. Anatole ist vortrefflich indem noblen Genre. Und außerdem giebt es außer einer Mengesehr guter Solotänzer und Tänzerinnen unter den Figurantenviele, die unbedenklich bei uns einen guten Platz als Solisteneinnehmen würden. Ich habe die Opern Pharamond undAladin gesehen, beide in Rücksicht auf Musik sehr mittelmäßig.
Paris, dcn 5ten Octobcr 1825.
Unsere Rückreise ist noch auf ein paar Tage hinausge-schoben worden, weil der König gestern in Erfahrung gebracht,daß am 9ten d. M. der Geburtstag Carl X. ist. Bei dergroßen Artigkeit, mit welcher er hier aufgenommen, wäre esallerdings nicht angemessen gewesen, wenn er gerade an diesemTage abgereist wäre. Wir werden daher nun erst den 11 ten