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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
263
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Paris, den S7stcn September t82S.

Am L4sten Morgens machte der König von Frankreichund der Dauphin unserm König zuerst die Visite, eine Artig-keit, die, nach der hiesigen Etiquette, als etwas besonderes an-gesehen wird. Um 1 Uhr fuhr unser König nach St. Cloudzur Gegenvisite und fand die königliche Familie versammelt.Es war eine gegenseitige große Freundlichkeit sichtbar. Den25sten waren wir Mittags bei dem Könige zum Diner inSt. Cloud, woselbst Abends Schauspiel war, was sehr amü-sant ausfiel.

Ich habe Meyerbeers Crociato in Egitto gehört. DieMusik hat gute Sachen, aber der jetzige italienische Geschmackspricht mich nicht an und Originalität vermisse ich gänzlich.

Paris, den 3ten October I8A5.

Der König von Frankreich hat den unsrigen auf eine sehrzuvorkommende Weise aufgenommen. Dieselbe Zartheit nndArtigkeit hat bis jetzt fortgedauert. Unser König ist in allem3mal beim Könige gewesen und man kann sagen er war wiebet sich zu Hause. Diese freundliche Art äußerte sich dennauch beim ganzen Hofe und wir seine Diener sind ebenfallsaußerordentlich artig behandelt worden. Der kleine PrinzAlbrecht hat, was man sagt, luroi-e gemacht. Seine Natür-lichkeit und Dreistigkeit hat ihm alle Herzen gewonnen undvorzüglich scheint er bei der Dauphine einen besondern Ein-