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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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konnte nicht passirt werden, ohne das berühmte Muttergottes-bild zu sehen. Es befindet sich in einer großen, recht wohl ge-bauten Kirche, und zwar in der sogenannten 8anta Oasa, dasist: dem Hause der Jungfrau Maria zu Nazareth, wo derHeiland geboren wurde. Es ist, ich weiß nicht vor wie vielJahrhunderten, durch Engel zuerst nach Dalmatien und dannhierher gebracht, erzählt die Sage. Was man sieht, ist einmit Backsteinen umgebener viereckiger Raum, von ohngefähr10 Schritt ins Gevierte, in dessen Innern ein Altar, überwelchen in einer Nische das bekannte Bild, angeblich vomheiligen Lucas aus Cedernholz geschnitzt, befindlich ist. Eswerden noch Töpfe und andere Hausgeräthschaften der heiligenJungfrau vorgezeigt. Um das Haus nach Würden zu ehrenund vor Schaden zu behüten, hat Pabst Sirtus V. dasselbevon außen ganz mit weißem Marmor bekleiden lassen, an demvortreffliche Basreliefs die Geschichte der Jungfrau vorstellen,und mehrere gute Statuen angebracht sind. In der Sacristeiist ein liebliches Bild von Guido Reni, die Jungfrau unter arbei-tenden Mädchen vorstellend. Dicht an der Sacristei ist eingroßer Saal, sonst die Schätze der heiligen Jungfrau enthal-tend, jetzt voll leerer Schränke, von denen erst wenige sichwieder zu füllen anfangen. Vor der Kirche steht eine colossalebronzene Statue Sirtus V. von guter Arbeit. Nachdem wirnach altem Brauch mit Rosenkränzen, Kreuzen u. s. w. ge-hörig versehen, fuhren wir weiter, und langten bei guter Zeitin Macerata, einem nicht unbedeutenden Städtchen, an, das,wie mehrere seines Gleichen in dieser Gegend, zur Unlust desReisenden auf einem Berge lag. Am 9ten sollte der Apenninüberschritten werden; wir fuhren vor Tage aus. Bis Valci-mara über Tollentino hinaus, war daö Land gut angebaut;

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