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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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verzehrt wurden. Bei Percosa wendet sich der Weg etwaslandeinwärts, und führt über ein Vorgebirge, von dem diegegen Süden liegenden Abhänge mit Oliven bepflanzt waren.Auch sah man Lorbeerbäume wild in den Feldern. Von denStädten Fano und Sinigaglia ist höchstens zu erwähnen, daßin der letztem, welche hart am Meere liegt, jährlich ein be-deutender Markt gehalten wird, wo sich aus dem ganzen west-lichen Europa Käufer und Verkäufer versammeln. Der Wegführt von hier immer längs dem Meere und man sieht An-cona schon aus einer großen Entfernung. Wir langten beieinbrechender Nacht nach einer 15stündigen Fahrt an. Amfolgenden Morgen wurde die Stadt besehen und eine Fahrtauf Barken in den Hafen gemacht. Die Stadt liegt am Ab-hänge eines iils Meer hineinstrebenden Vorgebirges, und hateinen sichern guten Hafen. Sie ist ein sogenannter Freihafen,wo Alles aus und einläuft, ohne andern als Sanitätömaaß-regeln unterworfen zu seyn, und deshalb ist der Handel ziem-lich lebhaft, und man findet Schiffe von allen Nationen da-selbst. Erst vor einigen Tagen war ein türkisches abgesegelt,griechische lagen mehrere vor Anker. Von der Domkirche, dieauf dem Kamm des Berges liegt, hat man eine vortrefflicheAussicht. Merkwürdig ist noch ein vortrefflich erhaltenerTriumphbogen von weißem cararischen Marmor auf demHafendamm, den die alten Bewohner der Stadt dem KaiserTrajan aus Dankbarkeit setzten, weil er derselben bedeutendeFreiheiten bewilligt hatte. Wir fuhren erst um 10 Uhr ab,da nur eine sehr kurze Tagereise war. Der Weg wendet sichnun landwärts dem Apennin zu, ist uneben, wie wohl sonst vonsehr guter Qualität, und führt durch reich angebaute Gegen-den, wo besonders der Oelbaum sich häufig findet. Loretto