berge mit den in üppiger Cultur prangenden Vorhügel», rechtsVie euganeischen Gebirge, überall Schlösser, Landhäuser,Ruinen von Burgen, dazwischen eine fruchtbare Ebene, kurzAlles, was eine Gegend reizend und angenehm machen kann.Bei Montebcllo hörte ich zuerst den Wind in der PinieWipfel sausen, und lege einen Zweig beikommcnd zu Füßen.Bemerkenswerth ist noch, daß die Flußbetten des Aldcgo unddes Agno höher liegen als die Felder, weshalb man sie mitMauern eingefaßt hat, um Durchbrüche und Überschwem-mungen zu vermeiden. Vicenza ist ein ziemlich bedeutenderOrt, der Geburtsort des berühmten Baumeisters Palladio, vondem eine Menge Palläste, Kirchen und andere Gebäude, vor-nehmlich hier in Venedig, cristiren. Wir besahen die Kircheäella santa eoronna, wo sich außer mehreren ein gutes Bildvon Paul Veroncse, die Anbetung der Weisen, befindet, wasaber leider schlecht restaurirt war, und in einem schlechtenLichte hing. Dies findet man überhaupt häufig. Ost hängendie schönsten Bilder in Winkeln oder Sakristeien herum, daßman sie gar nicht sehen kann.
Das sogenannte Teatro Olimpico von Palladio, nachdem Muster der Alten gebaut, hat keinen Eindruck auf michgemacht. In den Beschreibungen wird großes Wesen davongemacht. Die Scene stellt eine Stadt vor: der Zuschauersieht in 6 Straßen hinein. Die Häuser sind nicht etwa ge-malt, sondern wirkliche Gebäude von Stuck, perspektivischgruppirt, aber unter der natürlichen Größe. Daher erscheintalles kleinlich. In einem colossalen Maaßstabe ausgeführtmag es Effect machen, so wie es dasteht, nicht 4 Stunde vonder Stadt längs der Monte Bcrieo, auf welchem eine Kircheliegt, zu der ein auS 300 Bogen bestehender bedeckter Gang