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Strahlen der untergehenden Sonne beleuchteten ewigen Schnee-und Eismassen einen imponirenden Eindruck. Ich werde späternoch einmal darauf zurückkommen.
Neufchatcl, den 3ten Oktober.
Den 1 sten October ging es früh von Basel, bei dem ichnoch nachhole, daß es eine ziemlich bedeutende Stadt ist. DasWirthshaus, in dem wir wohnten, lag dergestalt hart amRhein, daß wir ihn aus unsern Fenstern an den Fundamentendes Hauses brausen hörten. Wir hatten an diesem Tage eineziemlich starke Tagereise, dem Vernehmen nach ziemlich schlechteWege, wenigstens einige Berge zu übersteigen, und was dasUebelste war, mit dem Eintritt in die Schweiz hörten diePosten auf. Es giebt hier nur Hauderer (Wirthsfuhrlcute).Zur Vorsorge hatte ich schon einen Feldjäger von Frankfurtauö vorausgeschickt, um über die Art und Weise, wie wir reisenkönnten, ob in einer oder mehreren Abtheilungen rc. Erkun-digungen einzuziehen. Er brachte uns in Basel die Nachricht,daß auf den verschiedenen Stationen die erforderlichen Pferdevorhanden, wir uns daher nicht zu theilen brauchten. DerPostmeister ging nun von Basel voraus, um das Detail zurcgulircn, und so vorbereitet setzten wir uns im Marsch. DerWeg führt bald in ein recht angenehmes Thal, zum Theil mitWein bepflanzt, vorzüglich aber mit üppigen Wiesenstückenbeseht, auf welchen das schönste Schweizcrvieh weidete, undmit dem harmonischen Geläute erinnerte, wo wir waren. Inder ersten Station hatten wir schon eine Probp der unsdurch die Fama übel berüchtcten Ehrlichkeit der Wirthe. DieFrau des Hauderers verlangte Bezahlung für die Pferde, undnach einigen Diskussionen und der sehr ernsthaft wiederholtenAnmerkung, daß der Postmeister nothwendig Alles bezahlt