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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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Anfänglich war das Wetter eben so schlecht, wie gestern, gegenMittag klärte es sich aber auf. Von der Gegend will ich Dirnichts weiter sagen, als daß man von Darmstadt an immerin einem Garten fährt. Die Straße ist mit den schönstenNuß- und andern Obstbäumen besetzt, das Land höchst ange-baut und ebenfalls mit Fruchtbäumen übersäet. Zur Linkenzieht sich die Bergkette des Odenwaldes hin, und rechts imHintergründe über den Rhein hinweg begrenzen die Vogesenden Horizont. Der Empfang des Königs von Seiten desGroßherzogs war über alles herzlich und wurde ebenso er-widert. Die Anhänglichkeit desselben an den König sprichtsich bei jeder Gelegenheit auf das Unzweideutigste aus. DieAufmerksamkeit, welche er auf alle Wünsche hatte, übersteigtfast alle Grenzen. Folgendes Beispiel für viele. Er hatteden Kuchen und die Bretzeln zum Thee aus Berlin kommenlassen, weil er wußte, daß bei Hofe dort immer eine gewisseGattung dieser Sachen gebraucht wird. An die Umgebungendes Königs hat der Großherzog auch seine Gnade ausge-schüttet, und zwar haben Albrecht und meine Wenigkeit dengroßen Zähringcr Löwenorden, Bojanowski das Commandeur-Kreuz des Militair-Ordcns, Thümen das Commandeur-Kreuzdes Löwen- und v. Wiebel u. s. w. das kleine Kreuz desselbenxrhalten. Abends sahen wir im Schauspielhause Peter undPaul, worin Mad. Neumann sehr brillirte,

Den 28stcn war Revue bei Carlsruhe von 4 BataillonsInfanterie, 8 Escadrons Cavaklerie und 14 Kanonen. DieTruppen haben eine solche Aehnlichkeit mit den unsrigen, daßsie kaum zu unterscheiden sind. Ueberhaupt hat hier alles einpreußisches Ansehen. Die Leute sind auch gut sür uns ge-sonnen, und die Anwesenheit des Königs, begleitet von einigen