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Italienische Reise.
1822,
n.
Bascl, drn 2?sten September 13I2,
Ich hätte Dir gern von Frankfurt a. M. geschrieben,von wo gerade ein Courier abging, aber es fehlte mir der-gestalt an Zeit, daß ich auch nicht eine Zeile zu Standebringen konnte. Ottcrstedt versprach mir, Dir von meinemBefinden Nachricht zu geben, und er wird es nicht vergessenhaben. Mit meiner Gesundheit geht es vortrefflich. Bon Angel-rode hatte ich einen leichten Schnupfen hinweggenommen, wahr-scheinlich, weil dort schon geheizt wurde, indeß ist er heute amiten Tage nach der Abreise völlig verschwunden. In Mai-land hoffe ich, von Dir Nachricht zu erhalten. Der Himmelgebe, daß sie recht günstig laute. Ich werde nun in diesemBriefe ansangen, ein ordentliches Tagebuch zu führen und da-mit fortfahren, bis ich Dich wieder in meine Arme schließe.
Den 26sten gingen wir von Frankfurt über Darmstadtnach Weinheim. In Darmstadt wurde bei Hofe zu Mittaggespeist. Da ich mich nicht aufhalten konnte, und doch mitOttcrstedt mancherlei zu sprechen hatte, so fuhr ich mit ihmzusammen nach Weinheim. Von dem schönen Wege, der so-genannten Bergstraße, konnten wir nichts genießen, da es einabscheuliches Wetter war. In Weinheim war der Generalv. Stockhorn, um den König zu complimcntircn, auch hatte derGroßhcrzog von Baden schon Relais von seinen Pferden bishierher entgegengeschickt.
Den Listen kamen wir um Mittag in Carlsruhe an.