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Den 12teii Zuni 1831.
Um halb 8 Uhr fuhr ich bei sehr unfreundlichem Wettermit dem Könige nach dem Schlachtfelde über Kaja, Rahnowund Gr. Görschen nach dem Monument. Je mehr man überdiese Schlacht nachdenkt, je mehr überzeugt man sich, daßaußer dem Geiste der Truppen, alle Verhältnisse gegen unswaren. Das Terrain hat zuvörderst die für uns sehr nach-theilige Beschaffenheit, daß es die Stellung des Feindes gänz-lich verbirgt, während wir zum Angriff von einem Plateauabwärts marschircn mußten, wodurch der Feind unsre ganzeStärke übersah. Der Feind war uns zweitens an Stärke sehrüberlegen. Dieser Umstand, so wichtig an sich, kann dem ver-bündeten Feldherrn nicht ganz zur Last fallen, da man seltenin dergleichen Augenblicken völlig genaue Nachrichten hat, undimmer etwas dem Zufall überlassen bleiben wird. Das Ter-rain war drittens auch in sofern für uns ungünstig, als esuns in Dorfgescchte verwickelte, worin uns die Franzosen über-legen sind, und worin sehr häufig Gewandtheit den Sieg überTapferkeit davon trägt. Ich habe mir die Frage aufgeworfen,was ich gethan haben würde, wenn ich den Oberbefehl gehabthätte, vorausgesetzt, daß einmal geschlagen werden sollte. Ichhätte die Truppen hinter der Höhe folgendermaßen ausgestellt:Auf dem rechten Flügel das Corps von Uork, marschirt in derDirection auf Kitzen und Eisdorff, um sich der dortigen Ueber-gänge zu bemächtigen und zugleich die rechte Flanke der An-griffe aus Gr. Görschen u. s. w. zu decken. Die Brigaden