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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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über, so daß die Felder einige Zoll hoch damit bedeckt undunsere Leute auf dem Bock ganz vcrklammt waren. Der Wegwar schlechter geworden und dabei hatten wir Stationen von4 5 Meilen, so daß es viel langsamer ging als gewöhn-lich. Dcmohngeachtet haben wir die Tour in 25 Stundenzurückgelegt. Auf dein Schlachtfelde von Mojaisk blieb ichhalten und übersah von einem nahen Hügel dieses Blutfelv,auf welchem eine der denkwürdigsten Schlachten des Zeitaltersgeliefert und der erste Keim zur Freiheit der Welt mit demBlute von 80,000 Menschen gedüngt wurde. Nachts kamenwir nach Kuntzowe, einem Landhause des OberkammerherrnNarischkin. Es war ^2 Uhr Morgens, die Dämmerung warschon angebrochen, wir konnten einen Theil von Moskauübersehen.

Am 16ten Morgens 11 Uhr kam der Kaiser und holteden König zum Einzüge ab. Tags vorher war er ihm biszur nächsten Station entgegengefahren. Die Großfürstin warin Kuntzowe und der Empfang ungemein rührend gewesen.Wir fuhren bis zur Barriere von Moskau, wo die Truppenaufgestellt waren, die bis zum Kreml, gewiß ^ Meile reichten.Voll dem Eindruck, den Moskau auf jeden machen wird,muß ich Dir mündlich einen Begriff zu geben suchen, schrift-lich läßt sich so etwas schwer geben. So viel ist gewiß, esist eine höchst imposante Stadt von ungeheurem Umfange.Und wenn man auch jetzt noch vielfältig Spuren der Ver-heerung antrifft, so ist doch in der verflossenen Zeit scholl soviel geschehen, daß man erstaunen muß. Wir wohnen alleim Kreml, von dem ich mir die Beschreibung mündlich vor-behalte. So viel für heute. Die Lebensweise ist bei allerAufmerksamkeit lästig. Ein Fest jagt das andere, man kommt