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Moskau, dcn lgtcilJuni 1818.
Deinen Brief No. 2. habe ich vorgestern Abend erhalten.Ich freue mich zwar, daß eö Dir so ziemlich geht, wünscheaber doch, daß Du Dich sehr in Acht nehmen und alles pünkt-lich gebrauchen mögest, was Dir der Arzt verordnen sollte.Daß die Kinder wohl sind, hat mich herzlich erfreut. Gotterhalte Euch alle, Ihr seid ja das Einzige, was mir alleLasten dieses Lebens leichter ertragen hilft.
Wir sind den 15ten Abends 1 Meile von Moskau, aufeinem Landgute des Oberkammcrherrn Narischkin angekommenund haben Tags darauf unsern Einzug in Moskau gehalten.Späterhin mehr davon, jetzt ein Paar Worte von der Reise.
Dcn 7ten Juni Abends 8 Uhr fuhr ich aus Königsberg,um vor dem Könige in Trakehnen zu seyn und das dortigeGestüt recht mit Muße besehen zu können. Litthauen, beson-ders in der Gegend von Gumbinncn, ist ein herrliches frucht-bares Land, aus welchem, bei gesteigerter Cultur, recht vielwerden kann. Den 8tcn Mittags traf ich in Trakehnen einund benutzte die vorhandene Zeit, um mich mit der Gegend be-kannt zu machen. Es ist eine herrliche Anstalt. Das Ganzebesteht aus 11 Vorwerken, die alle durch vortreffliche Alleenmit einander verbunden sind, zwischen welchen üppige Korn-felder und Viehweiden mit einander abwechseln.
Aus letzteren sieht man Heerden von Pferden zu mehren100 Stück, aus welchen die schönen königlichen Wagenpferdehervorgehen. Im Ganzen sind über 1000 Pferde, groß undklein im Gestüt. Außerdem noch 270 Landbeschäler, woraus
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