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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
158
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An denselben.

St. Petersburg, dm^. Dccbr. 183Ü.

Nach einer ziemlich beschwerlichen Reise bin ich den A Dccb!gegen Mitternacht hier eingetroffen. Ich habe über die pol-nischen Angelegenheiten fast gar nichts Neues gefunden, daleider die letzten Rapports des Großfürsten nur wenige De-tails enthielten und seit dessen Abmarsch aus Mokotowo wirgar keine direkte Nachrichten von ihm haben, außer durcheinen von dem General Rosen abgesandten Offizier, der Se.Kaiserliche Hoheit den A D° cvl ^ Luberton gefunden, vonwo wahrscheinlich die russischen Truppen unter seinem Befehl -auf Wlodowa gegangen seyn werden. Wahrscheinlichhaben Sie über das, was in Warschau vorgeht, viel genauereund sicherere Nachrichten als wir, daher ich auch hierüber nichtsweiter schreibe. Unser Kaiser hat die Nachricht von den ebenso kräftigen als schnellen Maaßregeln, die Se. Majestät derKönig zur Sammlung so bedeutender Streitkräfte im Herzog-thum Posen genommen, mit besondern: Dank entnommen, sowie auch die Maaßregeln, den Durchgang der Reisenden nachPolen zu verbieten, jedoch wünschen Se. Majestät auch sehr,daß man diese Maaßregel auch auf die reisenden Handwerks-burschen ausdehnen möge, da gerade diese zum Theil selbst zuden revolutionären Werkzeugen gehören, theils von solchen zurVermehrung der Unruhen gebraucht werden; Se. Majestäthaben mir befohlen, dies Ihnen, bester General, zu schreiben,und Sie zu bitten, solches zur Kenntniß Sr. Majestät des