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An denselben.
Cöln, den 3. Januar 18S8.
Ew. Hochwohlgeborm möchte ich Mich gern in daswerthwolle Andenken zurückrufen, noch unter die Lebenden ge-zählt werden, — dazu wähle ich den Jahreswechsel, wo-bei dann alte gute Sitte Mir das Wort spricht. Aber meinNeujahrSwunsch, der Ew. Hochwohlgeborm Glück und Zu-friedenheit zum Gegenstand hat, soll auch mit einem Neujahrs-gcschenk begleitet seyn, — erscheint Ew. Hochwohlgeborm dieGabe ziemlich heterogen, desto besser, dann ist sie passend fürunsere Zeit. Empfangen Sie daher mit Freundlichkeit meineFasten-Verordnung für 1838*) — ich lege drei Abdrücke bei,wenn Ew. Hochwohlgeborm vielleicht angemessen finden, dieSchrift Sr. Majestät, unserm Könige und dem KronprinzenKönigliche Hoheit zur Ansicht vorzulegen, ich habe die Ver-fügung mit Fleiß und Mühe gearbeitet, es dürfte auch wohlmein Schwanengesang über den behandelten Gegenstand seyn.
Einsam aber sehr Gcschäftövoll ist mein Leben hier imalten düstern Cöln, aber neues N-bm und Regsamkeit zumBessern habe ich bei meiner Dibecsa r DeNlichkeit hervorgerufen,darüber habe ich Freude und erwe.ru> reifende Früchte. MeineWünsche und Hoffnungen hinsickMch auf Studimleitung undthätiger Theilnahme an den Angelegenheiten der Universität
*) Verordnung über die Haltung der Fast- und EnthaltsamStagc imErzbisthuin Cöln snr das Jahr 1838. Cöln, den I. Januar 1828.