Stellung zu den übrigen Mächten, die bei einer gesunden Po-litik, Preußen souteniren müssen. Die Niederlande tratennur mit einem kleinen Theile dem deutschen Bunde bei. Sindsie unabhängig? Dänemark und Schweden, sind sie unab-hängig, wenn sie sich in die europäischen Staatsangelegen-heiten mischen? (In ihren inneren Verhältnissen sind dieletztem es allerdings durch ihre geographische Lage). Setzenwir die zweite Alternative, Preußen tritt mit allen seinenLändern dem Bunde bei, so folgt daraus der große Vortheil,daß seine Integrität durch den Bund garantirt ist, daß alsokeine Macht es wagen darf, Preußen anzutasten, ohne denBund auf sich zu ziehen!
Die Jnconvenienzen, die daraus hervorzugehen scheinen,sind der Natur der Sache nach den Vortheilen gleich, welchemit dem getheilten Beitritte verbunden sehn sollen. Hieraufhinweisend, bemerke ich in Beziehung auf die Besorgnisse desStaatskanzlers noch Folgendes, Er sagt, Preußen träte da-durch aus der Reihe der ersten unabhängigen Staaten heraus,und würde ein bloßer Bundesstaat Deutschlands; MinisterHumboldt fügt hinzu, es stelle sich in eine Kategorie mitBaiern, Würtemberg und Hannover. Nach des Kanzlers Be-rechnung soll Preußen mit 7 Millionen 800,000 Einwohnerndem Bunde beitreten, mit 2 Millionen 200,000 unabhängigbleiben. Können aber 2 Millionen eine absolute Jndepen-denz begründen, werden sie es nicht durch die Verbindung derdependenten 7 Millionen, und muß dies nicht auf ihre Unab-hängigkeit einwirken? Der Minister Humboldt sagt, mankann erforderlichenfalls von den nicht deutschen Staaten Gründehernehmen, in diesem als jenem Punkt Abweichungen von denaufgestellten stattfinden zu lassen. Wird, frage ich dagegen,