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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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und im Fall eines Krieges dem stehenden Heere auf folgendeWeise sehr zu Hülfe kommen können. Nach dem Etat solles 136 Schwadronen Isten Aufgebots oder nach der Linien-formation 34 Regimenter geben. Ich nehme an, es fehltenwegen Mangel an Pferden in einigen Provinzen, so vieldaran, daß nach dem Linien-Etat nur 28 Regimenter formirtwerden könnten, so rechne ich auf jedes Armee-Corps 2 Regi-menter als Brigadc-Cavallerie, 1 Regiment zurNeserve-Caval-lcric, und die übrigen 4 Regimenter zur Disposition, umtheils die große Cavallerie-Rcscrve zu verstärken, theils umOrdonnanzen und Commandos zu geben, damit von der stehen-den Kavallerie auch nicht ein Mann zu diesem Zweckverwendet wird, und dieselbe ganz intact ins Gefecht geht.

Vielleicht würde man zwar, um das nachtheilige De-tachircn, Commandircn u. s. w. aller Waffen zu vermindern,jedem Armee-Corps 1 Bataillon, 1 Escadron 2ten Aufgebotsbeigebcn, die blos dazu bestimmt sind, die Commandoö derStaaböwachen, Ordonnanzen rc. zu geben, wodurch alleWaffen des schlagfertigen Heeres unangetastet bleiben. Unterden obigen Voraussetzungen glaube ich nach meiner innigenUeberzeugung vortragen zu können, daß die Landwehr nichtallein für den Krieg von Nutzen ist, sondern auch im Friedenein Verbindungsglied zwischen Thron und Volk seyn wird,und keineswegs gefahrbringend für die innere Ruhe.

Und so glaube ich mit eben der Ueberzeugung verbürgenzu können, daß dieselbe Liebe, die dem Könige in dem engernKreise Höchstseiner Familie geweiht ist, auch in dem Herzender Millionen zu finden seyn wird, die in Allerhöchftdemselbenihren Vater lieben und verehren.

v. Witzleben.