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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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dadurch manche Kämpfe zu, die aufreibend auf seine Gesund-heit wirkten, nie aber sein Gemüth verbitterten, und wederseinen hohen Begriff von Menschenwerth noch von Pflicht-treue schwächten.

Ferner wird ihm zur Last gelegt, daß einige der ihn um-gebenden Personen deS Vertrauens nicht würdig gewesen, inwelchem sie bei ihm gestanden zu haben schienen. Wirbrauchen hier wohl überdacht des Ausdrucksschienen,"denn wir wissen auö eigner Erfahrung und auö vielfacherBeobachtung, daß sein wirkliches Vertrauen nur diejenigenbesaßen, die dasselbe vollkommen verdienten und daß er keinemvon ihnen es eher zuwendete als nach vorhergegangener viel-seitiger Prüfung. Ist er nichts desto weniger getäuscht wor-den, so unterlag er hierin, wie selbst die größten Geister allerZeiten, der Nnvollkommenhcit menschlicher Erkenntniß. Aller-dings hat Mancher, der sich seiner Freundlichkeit, seines Wohl-wollens zu erfreuen gehabt, in Verfolgung eigennütziger Ab-sichten, mit seiner Freundschaft, mit seinem Vertrauen groß ge-than, ohne Beides je zu besitzen. Gab dieses zu MißdeutungenVeranlassung, soll dafür Witzleben die Schuld tragen? Woer solche Intentionen gewahr wurde, wußte er gar wohl derbetreffenden Person sich zu entledigen. Es mag immerhinseyn, daß er derlei Wahrnehmungen selten machte; aber auchdarum darf sein Charakter nicht bekrittelt werden: denn eswar lediglich die Folge seines durch und durch arglosen, red-lichen Herzens, das seine Nebenmenschen so lange nach sichselbst beurtheilte, als nicht die begründetsten Thatsachen für dasGegentheil ihm vorlagen.

Selbst nach dieser Erwähnung glauben wir durch dasGanze unserer Darstellung es vollkommen motivirt zu haben,