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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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Auch in diesem Betracht verdient er der ehrendsten Aner-kennung.

Er war, in soweit seine viel in Anspruch genommeneZeit nur immer gestatten wollte, Jedem zugänglich. Sooffen und freimüthig er selbst war, so sah er auch gern,wenn man mit Offenheit und Freimut!) ihm sich näherte. Erhorte Jeden mit Geduld und vollständig an und erklärte un-umwunden : ob ein Gesuch zulässig sey oder nicht, oder in wieweit seine Vermittelung dabei eintreten könne. UnbegründeteAnträge wiest er mit mildem Ernst zurück; unbillige oft unbe-scheidene mit gebührendem Tadel, wobei er nie die Schrankenwahrer Humanität überschritt und von Verletzung jeder Artsich fern hielt. Befangene Ansichten suchte er aufzuklärenund zu berichtigen, gestattete sich dabei aber niemals ihnen mithöhnender Austcrität, mit sich blähender Vornchmthucrei zubegegnen, die Männern in wichtigen Stellungen stets fremdseyn sollten, es leider! aber nicht immer sind. Allerdings trifftman sie nur bei jenen Männern, in denen, ungeachtet allerSelbstüberschätzung, tief aus dem Innern die Ahnung ihrerBedeutungslosigkeit heraufdämmert und die daher nach einerimponiren sollenden Acußerlichkeit haschen. Wie sehr zu be-dauern sind diese! statt ihre Absicht zu erreichen, legen sie nurihre geistige Dürftigkeit, ihre moralische Hohlheit recht offen zuTage, bewirken Mißmuth und ernten Hast, ja! Verachtungein. Dem wahrhaft Unglücklichen oder Gekränkten, versagteWitzleben seine Hülfe gewiß nicht und wo diese nicht eintretenkonnte, zeigte er mindestens seine menschenfreundliche Theil-nahme. Einen begangenen Irrthum gestand er frei und offenein und war bemüht ihn wieder gut zu machen. So ist denndie Mehrzahl der vor ihm Supplirirenden, wenn auch nicht