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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
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Witzlebcn unterm 5. Juni*) zum Generalmajor und Ge-neraladjutanten ernannt wurde. Unzertrennlich war vonnun an das Band zwischen ihm und dem Könige, den er aufallen Reisen, nach Frankreich und Italien begleitete.

Wenn wir in dem vorstehenden Abschnitt unserer Dar-stellung der neuen Gestaltung der staatlichen Verhältnisse desVaterlandes nirgend erwähnt haben, so findet solches sich ge-rechtfertigt durch Wihlcben's Wirkungöthätigkcit nur nacheiner Richtung hin, der rein militairischcn nämlich. Nun-mehr aber, da derselbe in einer Stellung zn schildern ist, vonwelcher aus seine Thätigkeit, nach so verschiedenen Richtungensich ausdehnte, wird es nothwendig, zum richtigen Verständ-niß dieser Thätigkeit jener Verhältnisse, wenn auch nur flüch-tig, zu gedenken. Nach der Katastrophe von 1806 war dasGebäude der Militair- und Civilorganisation deS preußischenStaats, wie solche uns von Friedrich H. überkommen war,zusammengebrochen und die Aufgabe gestellt, nunmehr, ausden Ruinen, ein neues, festes, den gegebenen Umständen an-gemessenes Bauwerk aufzurichten. Dazu den Grund zu legen,war man von 1808 bis 1813 beflissen und in Ausführungder Befehle des Königs, zeichneten sich dabei Hardenbcrg,Scharnhorst, Boycn aus. Die Ereignisse der Jahre 1813bis 1815 und die daraus hervorgegangene, neue GestaltungEuropas und Preußens, veränderten nothwendig alle früheren

*) Interessant ist es, daß die Cabinetsordrc, welche Witzlcbcn überdiese Ernennung erhielt, in Berlin von der Hand des damaligen Kriegs-ministers von Boyen geschrieben wurde, jedoch aber aus Königsberg de»5. Juni 1818 datirt ist, woselbst Witzlcbcn sie auch erst erhielt.

vr. vororv»