die Verwaltung bei den Provinzialständen finden wird, wer-den daö Gefühl ohne Nothwendigkeit regen. Aber es wirdsehr bedenklich sehn, wenn die Regierung dies nicht gleich beider Einrichtung der Provinzialstände bedenkt, sie schon da vor-bereitet und eigentlich mit jenen, wenn sie auch in der Zeitnachfolgen, gestiftet hat. Folgen allgemeine Stände erst,wenn die Provinzialstände schon öfters versucht haben, ihreGränzen zu überschreiten, so ist es schon schlimm. Der Geistdes Instituts ist alsdann schon verdorben und es ist schwer,ihn zu verbessern.
Der Auöspruch des Staats, daß er die Stimme gewisserPersonen für die Stimme des Volks ansehen will, ist voneiner solchen Wichtigkeit, daß man sich dieselbe nie zu großdenken kann, und keine menschliche Weisheit kann die Folgendavon übersehen. Damit thut ihn der Staat, sowie er aufirgend eine Weise Stände schafft. Sollen denn nun, so vielmöglich, die Vortheile geerndtet, die Gefahren vermieden wer-den, so muß das Verhältniß der Stände gegen die Regierungdurchaus klar, einfach, gerecht und offen sehn. Ihre Lagemuß so bestimmt werden, daß ein Versuch, die Gränzenderselben zu überschreiten, gar nicht vor der Vernunft und demGefühl zu entschuldigen seyn würde, und daß die sträfliche,aus Leidenschaften entstehende, Lust dazu, weder Verwändenoch Anrcizungcn findet. Diese Bedingungen, scheint es mirunmöglich, bei Provinzialständen, ohne allgemeine, zu erfüllen.Die bei uns wenigstens allgemein nicht, im Volke wirklichgar nicht vorhandene Lust, in öffentlichen Angelegenheiten eineStimme zu führen, wird absichtlich durch Errichtung vonStänden geweckt und dadurch, daß es nur Provinzialständesehn sollen, auf einen Punkt festgehalten, auf dein es nicht