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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
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hindern können, jene Schranken zu überschreiten. Dies liegtin der Natur des Menschen; auch werden sie ja durch die all-gemeinen Maaßregeln berührt; sie können sie drückend finden,und so ist es natürlich kaum zu tadeln, wenn der Theil, derals Ganzes mit seinen Nebcntheilcn nicht reden darf, dochnun isolirt' für sich sprechen will. Entsteht dies aber: so er-wächst der Regierung ein ungeheures Hinderniß. Wie soll siesich mit vier, fünf, vielleicht noch mehr Versammlungen, derenjede noch dazu, ihrer Stellung nach, die Sache aus einemeinseitigen Gesichtspunkte ansieht, über eine Maaßregel ver-ständigen? Dennoch werden die Bewohner der Provinz aufSeite ihrer Stände seyn. So findet die Regierung die Ge-müther und die Stimmung überall gegen sich, und muß sichgefaßt darauf machen, auch wenn sie die Maaßregeln mitKraft durchsetzt, diesen dumpfen innern Widerstand, wenigstensnur partiell, zu besiegen. Dies ist eine große, wahre, nichteingebildete Gefahr mit jeder Einrichtung von Provin-zialständen verbunden und unausbleiblich; wie beschränkt ihreRechte auch sein mögen, sobald sie nur das Recht haben, zusprechen und ihre Stimme als die Stimme ihrer Committen-ten gilt.

Die Provinzialstände werden nothwendig in ihren An-sichten getheilt seyn; es wird daraus mehr oder weniger dieGefahr einer Zerreißung des Staats, wenigstens in der Ge-müthsart und Stimmung entstehen. Die Regierung wirddaher mehr Schwierigkeit finden, weil sie bei jeder Versamm-lung eigener Argumente bedürfen wird, und weil eine Pro-vinzialversammlung, ihrer Natur nach, einiger, und einerfremden Ansicht sogar weniger zugänglich ist. Dagegen wer-den sie sich gegen die Pläne der Regierung leicht gegenseitig