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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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verwalten; wenn sie sich bis in Einzcliiheiten in entfernte Pro-vinzen einmischen wollen, so ist das sehr unrichtig und so istnicht zu helfen. Eine dazu gehörige Kenntniß kann nicht imMittelpunkte eines ausgedehnten Staats vorhanden sehn.Wenn sie aber den Grundsatz befolgen, ja nicht zu viel zuthun und zu viel wissen zu wollen, sondern nur das Noth-wendige, was bei jenem Vielen sogar am meisten unbeachtetbleibt, so kommt selbst die Möglichkeit, wo sie aus UnkenntnißLocalverhaltnisse verletzen können, nicht so häufig vor.

Ew. Hochwohlgeboren sagen, daß es nicht zu erreichensteht, daß sich die Behörden nicht in solche Gränzen fest-bannen lassen, und haben vollkommen recht, wenn Sie meinen,daß dies nicht durch Formen und Einrichtungen geschehenkann. Allein lassen Sie uns darüber uns ein für allemal ver-stehen. Formen sind sehr wichtig, aber sie machen die Sachenicht aus. Es kommt sogar nicht einmal darauf so viel an,daß man die höchst vollkommenen besitzt, denn auch weniger gutelassen sich durch die Art, in ihnen zu handeln, verbessern, dasHochwichtige dagegen ist, daß man Respect vor Formen über-haupt und vor den bestehenden habe, und nicht immerfort sieverändere, immer nur organisiren wolle. Die Form ist nichtsohne den Sinn, in welchem man sich in ihr bewegt. Nuraus beiden zusammen geht gutes Verwalten hervor. Durchkeine Veränderung der Form läßt sich dieser Sinn schaffen.Dagegen ist, wenn der Sinn da ist, auch die unvoll-kommene Form unschädlich. Ist nur der Sinn vorhanden,nur aus genauer und gründlicher Kenntniß des Vorhandenenjede neue Maaßregel hervorgehen zu lassen, und sie auf eineWeise mit der bestehenden in Uebereinstimmung zu bringen,welche die höchste Sorgfalt für dies, insofern es wirklich bei-