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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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Wenn ich die Frage nach allgemeinen und einfachenGrundsätzen erwäge: so muß die Regierung eines Staats vonder Gesammtheit einer Centralbehörde ausgehen, welche, ohnedaß ihre Aufmerksamkeit oder ihr Interesse unrichtig getheiltsey, den ganzen unzertrennten Staat vor Augen behält. Wieverschieden die Siechte, Gesetze, Verfassungen und Localitätenin den einzelnen Theilen seyn mögen: so ist der Zweck desStaats nur Einer und jene Verschiedenheit kann nur auf dieMittel einwirken, deren er sich bedient. Denn sein Wesen be-steht in der Verknüpfung der einzelnen Kräfte zur Gesammt-kraft. Das Regieren verlangt daher zuerst Einheit in allenMaaßregeln, die von dem obersten Negierungspunkt ausgehen.Allster seinem allgemeinen Zwecke, außer dem Bedürfniß seinerMitglieder, ihre Kräfte, insofern sie dem Staat angehören,nicht durch Zersplitterung geschwächt, sondern durch Leitungin grader Richtung geschont zu sehen, hat jeder Staat (derunsrige vorzüglich, der nicht in Europa in die natürlichsteLage gestellt ist) individuelle Maximen, aus denen still indivi-duelles Leben beruht. Der Einfluß aller dieser Dinge äußertsich nicht bloß hier und dort, sie müssen bei jeder Maaßregelim Auge behalten werden, da sie jede bald negativ bald posi-tiv modificiren können. Die Erhaltung der Einheit steht dervernünftigen Rücksicht auf die bestehende Verschiedenheit keines-wegs entgegen, beide müssen vielmehr mit einander unzertrenn-lich verbunden werden. Denn ohne diese Rücksicht kann dieKraft, die nur so lange real wirkt, als man sie in ihrer Indivi-dualität behandelt, nicht leisten, was man von ihr verlangt,und die Einheit kann ja doch nur eine Einheit der Kräfteseyn. Sie muß also, ihrer eigenen Natur nach, erhaltend undsteigernd, nicht schwächend und zerstörend auf die Kräfte ein-