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bessere Menschenke,iiltniß. Sie wissen, daß sie alledas Gepräge der Menschlichkeit haben, daß es auf dieserWelt nichts Vollkommenes gibt, daß große Eigen-schaften so zu sagen von großen Fehlern ausgewogenwerden, und daß ein Mann von Talent alles be-nutzen muß. Daher behalten sie, wenn nicht geradeVergehungen Statt finden, ihre Minister mit ihrenguten und bösen Eigenschaften, ziehen die ihnen be-reits bekannten ctwanigcn neuen vor; ungefähr wiegcschikte Musiker lieber die Instrumente spielen, derengute und schlechte Seite sie kennen, als neue, derenVortheile ihnen noch unbekannt sind.
In seiner Abhandlung über die Gesetze, erzähltder König, Alfred der Große habe England die erstenGesetze in einer Sammlung gegeben, und obgleichdiese milde gewesen, sei doch dieser Fürst unerbittlichgegen bestechliche Richter gewesen. Die Geschichte be-richtet, er habe in einem Jahre 40 Richter welcheUnterschleif gemacht hätten, hängen lassen.
Diese Thatsache ist schauderhaft; mögen nun dieHingerichteten sich der Bestechung schuldig gemacht ha,ben oder nicht; sie liefert uns ein Bild der alten bar,barischcn Zeit; denn man möchte fragen: wie war esmöglich, die Angeklagten der Bestechung zu überführen?