21
dich ob du diesen Zustand nicht verdient hast, indemkein Bewustsein deines Rechtes und deiner Unschulddich antreibt, die Hülfe da zu suchen, wo die Gerech-tigkeit am ersten zu finden ist.
O du Allmächtiger, wenn mein Flehen zu dir wei-ter reicht, als meine leidende Seele über den Folter-schmerz dieser Welt zu erheben, wenn es aus deine vä-terlichen Beschlüsse den geringsten Einfluß zu üben ver-mag, so werfe ich mich vor dir in den Staub nieder,und bitte: erhalte der armen leidenden Menschheit deine.Throne, und wo das wilde Gestrüppe des Hofes sieüberwachsen, da stelle sie in ihrem ersten gediegenenGlanze als Segensquelle, meiner armen leidenden Brü-der wieder her, lasse sie leuchten freundlich ^und hellmit deinem Lichte wie der Abendstern, nachdem dasTageslicht den Horizont verlassen hat.
Ihr aber, meine schwer gedrückten Brüder ringsum, was Euch auch Böses begegnet sein mag, glaubetnur niemals, daß es vom Throne anögegangen, unddaß dieser sich daran betheiligt hat; habt Ihr Euchschriftlich an den Monarchen gewandt, und seid unterseinem Namen trotz Eures zu Tage gelegten Rechtesabschläglich beschieden worden, so haltet Euch nur festüberzeugt, der Monarch ist belogen, betrogen worden,er hat entweder Eure Vorstellung nicht erhalten, oder