Druckschrift 
Kap. 5 (1837) Die Monarchie kommt von Gott wegen der Gerechtigkeit, auch ein Gegenstück zu des Abbé de Lamenais Worte eines Gläubigen
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

rhken ihr bevorzugendes Recht klar uachzuwekscn ver-mag, und in solchem Falle mithin nicht über Willkührund bösliche Ungerechtigkeit geklagt Werder kann.

Die zweiten sind dagegen, wenn sie willkührlichund ungerecht entschieden werden, von der allergrößtenBedeutung; werden solche Richter nicht auf der Stellecassirt, so greift das Übel krebsartig um sich, die Zahlder richterlichen Verbrechen vermehrt sich dann in ei-nem solchen Grade, daß endlich eine Art von Mensch-lichkeit sich nicht entschließen kann, Strafmaaßrcgelngegen sie in Anwendung zn bringen, aus Berücksichti-gung der Familien, die zugleich brodlos werden wurden.

Wo ist nun gegen ein solches Ucbcl eine wirksameZuflucht zu finden?

Die Erfahrung belehrt unS unabsprechlich, daß,wenn in größcrn, gleichsam öffentlichen Kreisen vondem Charactcr und der Handlungsweise eines Mächti-gen die Rede kommt, diejenigen sich freier uud selbst-ständiger über die Fälle aussprcchen, welche damit ingar keiner Beziehung stehen, und wissen, daß es fürsie keine nachtheilige Folgen haben kann, als diejeni-gen, welche die Folgen zu fürchten haben, wenn ihreAcuffcrungcn dem Betroffenen hinterbracht werden.

Kein Sterblicher darf cs wagen dieser Thatsachezu widersprechen.