Der Bildhauer, der aus einem rohen ungeschlach-teten Steine ein Kunstwerk fertigen will, erkennt sehrschnell die hervorragenden scharfen Ecken der Masse,welche jedenfalls gleich entfernt werden müssen, weilfle mit seinem auszuführcnden Kunstwerke, in unver-träglichem Widerspruch stehen; und so haben denn auchschon die ersten Völker die wesentlichen Bedingungenihres Friedens, wie ihres Glückes erkannt, und ausdem Grunde die Monarchie unter sich ins Leben ge-rufen.
Bei der Gründung der gesellschaftlichen Vereine,und solange diese noch keinen bedeutenden Umfang hat-ten, war es wohl schon zu sehr in der Natur der Verhält-nisse gegründet, daß die Gcsammthcit über die einfa-chen Fälle durch Majorität der Stimmen entschied;nachdem aber die Vereine sich zu ausgedehnten Völker-schaften ausgcbildet hatten, war dieses unmöglich, unddie Attributioncn höherer Gewalt, mußten Einzelnenübertragen werden; bei diesen Einzelnen, die mit Vie-len im Volke verwandt und befreundet waren, mußtecs sich aber bei der gebrechlichen Natur des Menschenbald ausweiscn, daß ihre Entscheidungen nicht vonParthcilichkeit frei waren, und dieser später durch michzu berührenden Hauptpunkt mußte sie bestimmen,eine Würde ins Leben zu rufen, oder zu erschaffen.