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alles kn dir. O lehrhaft hinnnlische Gnade,ohne welche nichts sind die eigenen Verdienste,und auch nichts zu achten die Gabe» Natur; auchnichts, Herr, vor dir gelten die Künste, nichts derNeichthmn, nichts die Schönheit und Starke,nichts die natürliche Geistesgabe, noch die Bered-samkeit Denn die Gaben der Natur sind den Gutengemein und den Bösen; die eigene Gabe aber der Aus,erwählten ist die Gnade oder die Liebe, wodurchsie ausgezeichnet sind, würdig gehalten zu werdendes ewigen Lebeus. So gar vortrefflich ist dieseGnade, daß weder die Gabe der Weissagung, nochdie Kraft Wunder zu thun, noch die tiefste Er-forschung der Wissenschaft, ohne sie sind für nichtszu achten. Ja weder Glaube, noch Hoffnung,noch andere Tugenden, sind dir angenehm, ohnedie Liebe und Gnade.
5. O seligste Gnade, die du reich machest de»Armen im Geist, und von Herzen demüthig den,der an vielen Gütern reich ist! Komm, steigeherab zu mir, erfülle mich frühe mit deinem Trost,auf daß meine Seele nicht gar erliege vor Ermat-tung und Dürre des Gemürhes. Ich bitte dich,Herr, laß mich Gnade finden vor deine» Augen;