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die Gnade aber liebet auch ihre Feinde, erhebetsich nicht wegen der Me«ge ihrer Freunde, achtetnicht Stand noch Geburt; es sep denn, daß daringrößere Tugend gewesen; erzeiget sich dem Armengünstigtr denn dem Reichen, hat mehr Mitleieden mic dem Unschuldigen denn mit dem Mächti-gen, freuet sich mit dem Wahrhaftigen und nichtmit dem Betrüglichen; sie ermahnet allezeit dieFrommen nachzustreben den bessern Gnadengaben,nnd dem Sohne Gottes durch Tugend ähnlich zuwerden.
15. Die Natur beklaget sich leicht über Ent-behrung und Deschwerniß; die Gnade aber trägtstandhaft jeden Mangel.
16. Die Natur ziehet alles auf sich selbst, /
sie streitet für sich, und strafet andere; die Gna-de aber führet alles zurück aufGott, von welchem
es ursprünglich ausffießet; sie schreibet sich nichtsGutes zu, ist nicht hochmüthig vermessen, sie zan-ket nicht, hält ihre Meynung nicht für besserdenn Anderer Meynung; sondern unterwirft ihrenVerstand und Meynung der ewigen Weisheit undgöttlichen Prüfung.
17. Die Natur ist begierig Geheimnisse zu wist