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Die Bücher von der Nachfolge Christi
Entstehung
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288
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than sepn, noch sich willig unterwerfen: die Gna-de aber ist bemühet, sich selbst abzusterben, wi-derstehet der Sinnlichkeit, will gern unterworfensepn, begehret überwunden zu werden, und willihrer eigenen Freiheit nicht gebrauchen; es ist ihrlieb, daß sie unter der Zucht gehalten werde, siebegehret über niemand zu herrschen, sondern unterGott immer zu leben, zu stehen, und zu sepn,und ist bereit sich um Gottes willen demüthig zubeugen, unter alle menschliche Creatur.

4. Die Natur arbeitet für ihren eigenen Nut-zen, und ist aufmerksam auf den Geivinn, der ihrvon andern erwächst; die Gnade aber erwäget nichtso sehr, was ihr nützlich und vortheilhaft ist, alsvielmehr was vielen förderlich sepn kan».

5. Die Natur nimmt gern Ehre an und Eh-renbezeigungen ; die Gnade aber schreibet alle Eh-re und Ruhm getreulich Gott zu.

6. Die Natur fürchtet Schande und Verach-tung; die Gnade aber freuet sich Schmach zu lei-den, um des Namens Jesu willen.

7. Die Natur liebet Muße und leibliche Ru-he; die Gnade aber kann nicht müßig sepn, son-dern nimmt gerne Arbeit auf sich.