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thust du recht mit mir, so du mich lassest ohneHülfe und Trost. Ja könnte ich so viel Thronenvergieße» als Tropfen sind im Meer, so wäre ichdennoch nicht werth deines Trostes. Daher ver-diene ich nur Geißel und Strafe; dieweil ich dichoft und schwer habe beleidiget und in vielem sehrgesündiget. Erwäge ich's also mit wahrer Ver-nunft, so bin ich nicht werth des geringsten Tro-stes. Aber du gütiger und barmhcrziger Gott,der du nicht willst, daß deine Werke verlohnen ge-hen, damit du beweisest den^eichthnm deiner Gü-te an dem Gefäße der Barmherzigkeit, würdigestdu auch deinen Dicner, daß er getröstet werde ohnealles eigene. Verdienst, über alle mcaschliche Wei-fe: denn deine Tröstungen sind nicht wie Men-schenworte.
2. Was habe ich gethan, Herr, daß du mirverleihest einigen himmlischen Trost? Ich erinneremich nicht, daß ich hätte etwas Gutes gethan;sondern ich bin allezeit gewesen zur Sünde geneigt,und träge zur Besserung. So ist's, und ich kann'ßnicht läugncn: wenn ich anders sagte, so würdestdu wider mich stehen, und niemand wäre der michvertheidigtc. Was habe ich anders verdient für