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du dich, wenn dir's nicht gehet nach deinem Wil-sen und Verlangen? Wer ist wohl, der. alles nachseinem Willen hat? Weder ich, noch du, nochirgend ein anderer Mensch auf Erden. Niemand istin der Welt ohne Trübsal und Plage, er sep Königoder Papst. Wer ist, der es besser hat, als derum Gottes misten etwa? leiden kann? *)
2. Viel unoerstandige und schwache Menschensagen oft: stehe, wie dieser ein so gut Leben hat!wie reich, wie groß, wie mächtig er ist, und wiehoch er stehet! Mer richte dein Herz auf die himm-lischen Güter, so wirst du sehen, daß aste diesezeitliche Güter nichtig und gar unsicher und be-schwerlich sind; weil man ste nie besitzen kann oh-ne Furcht und Sorge. Des Menschen Glückselig-keit bestehet nicht im Ueberfinß der zeitlichen Gü-ter; sondern ein bescheiden Theil ist ihm genug.DaS Leben auf Erden ist ein wahres Elend; undje geistlicher ein Mensch seyn wist, desto bittererwird ihm dieses Leben; weil er besser empfindetund klarer einstehet die Gebrechen menschlicher Ver-derbnis;. Denn essen, trinken, wachen, schlafen.
*) Matth. 5, 10. 11.