ruhen, arbeiten, und den übrigen Bedürfnissen derNatur unterworfen seyn, ist wahrlich ein großElend, und eine Plage dem Frommen, welchergerne mochte erlöset und frei sepn von aller Sünde.
3. Denn durch die Bedürfnisse des Leibes wirdder innere Mensch sehr beschweret, in dieser Welt.Darum bittet der Prophet andächtig, daß er vondenselben möge befreiet werden, indem er spricht:Herr, führe mich aus meiner Noth. *) Weheaber denen, die ihr Elend nicht erkennen! undzweimal wehe denen, die da lieb haben dieses elen-de und hinfällige Leben! Denn etliche hängen sofest daran, daß, ob sie gleich kaum ihre Noth-dürft haben durch Arbeit und Betteln, ste sich den-noch* nichts kümmern würden um das Reich Got-tes, wenn sie immerdar hie leben könnten.
4. O, der unstnnigen und ungläubigen Her-zen, die so tief im Irdischen liegen, daß sie annichts Geschmack haben, denn nur an sinnlichenLüsten! Aber diese Armen werden's noch schwerempfinden an ihrem Ende, wie verächtlich und nich-tig das war, was sie so lieb hatten. Die Heili-
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