hutsanr hältst, wie es zu wandeln geziemet einemDiener Gottes und einem andächtigen Geistlichen.Es ist oft mehr nütze und sicherer, daß der Menschnicht viel Trost habe in diesem Leben, sonderlichdem Fleische nach. Aber daß wir den göttlichenTrost nicht haben, oder so selten empfinden, istunsere eigene Schuld; weil wir nicht suchen des Her-zens Zerknirschung, noch auch gänzlich von unswerfen den citelen und äußeren Trost.
^.Erkenne, daß du unwürdig sepst des göttlichenTrostes und vielmehr viel Trübsal verdienest. Wennder Mensch ist vollkommen zerknirschet, so ist ihmdie ganze Welt eine bittere Last. Ein frommerMensch findet Ursache genug zu traurcn und zuweinen; denn er mag sich selbst betrachten, oderan seinen Nächsten denken, so erkennet er, daßnic-mand hie ohne Trübsal lebet. Und je aufmerksa-mer er sich selbst betrachtet, desto trauriger wird er.Die Ursachen unseres gerechten Schmerzes, und un-serer inner» Zerknirschung, sind unsere Sündenund Laster, in welchen wir so verwickelt liegen,daß wir selten himmlische Dinge betrachten können.
5. Gedächtest du öfter an deinen Tod, denn anein langes Leben, so würdest du ohne Zweifel ernst-