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Die Bücher von der Nachfolge Christi
Entstehung
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XI
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XI

men sie de» Lebens Regung, und alles Licht deSLeibeS und der Seele. Er halt sic fest mir jeinerKraft und seinen Licbcsstrahlen, gleich als die Ge-stirne gehalten werden van dem großen Himmels-lichte. Jede Abweichung ans dieser Bahn betrach-ten sie als eine unglückselige Verirrung, einen Ab-fall von dem ewigen Lichte, welcher sie nothwen-dig in dieFiustcrniß der Eigenliebe stürzt, die stetshochmüthlg strebt sich selbst ein Licht zu sevn, undsich rebellisch lvsreißt auS der großen Kette, wojedes Glied einen vom ewigen Welt-Regierer an-gewiesenen Platz hat.

Darum trachtet der innere Gott ergebeneMensch, um fern von solcher Vermessenheitzu bleiben als ein Vergessener zu leben, undfürchtet sich bekannt und gelobt zu werden, aufdaß er nicht zerstreut werde, sondern einsam mitsich selbst und mit Gott wandeln könne. Er ver-laßt sich selbst, auf daß er sich selbst finde. Wasdir gebricht (sagt er) suchst du vergeblich außerdir s inwendig in deinem Herzen, da ist dein wah-res Gut, dein bester Freund ist bei dir drinnen,warum wolltest du ausgehen und ihn alleinlassen? Dieser Freund ist Jesus, er ist dereinige Gegenstand seiner Liebe, der Bräutigamseiner Seele, und alle andere Dinge sind nur Braut-geschenke und Liebeszeichen, die er nicht an seinerStatt liebt, noch glaubet, daß sie allesammt ge-nug sepen, ohne ihn : damit er nicht beides, dieseund ihn vertiehre: denn er lasset wohl zu, daßman vieles gebrauche um seinetwillen, aber er willauch, daß wir nichts genießen sollen an fernerStatt. Gedenke du sepst mit ihm allein in derder Welt, so wirst du große Beruhigung finden.