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Das nächste Erfordernd der neuen Sternwarte wa-ren gute Instrumente. Der Ankauf der gedachten Meri-dianinstrumcnte erfolgte nicht, unter anderem wahrschein-lich aus dem Grunde, weil man in den nächstfolgendenJahren die Vorzüge ganzer Kreise vor Quadranten undanderen Scctorcn immer mehr einsehen lernte. Stattderen wurde daher ein i7jolliger Kreis von Troughtonund nachstdcm ein Spicgelsextant von demselben Künstler,eine Pendeluhr von Wulliamy, Achromate von Cary undBerge, ein Cometcnsuchcr von Ramsdcn, und andereInstrumente angeschafft. Auch wurde die Sternwartedurch den mathematischen Salon zu Dresden mit mehre-ren Instrumenten, vorzüglich Fernrohren bereichert.
Eine ausgezeichnet glückliche Epoche für die LeipzigerSternwarte war das Jahr iLog, wo ihr der, als Säch-sischer Gesandte in London angestellte, Geheime Rathund Graf Hanns Moritz von Brühl einen großenTheil seiner trefflichen Sammlung astronomischer Instru-mente und Bücher von zweyen ihm zugehörigen Observa-torien in England noch bey seinem Leben auf die groß-müthigste Art als Geschenk zueignete *). Die vorzüglich-sten unter diesen Instrumenten sind ein vicrfüßigcs Mit-tagsfcrnrohr von Ramsdcn und ein zwcyfüßiger Kreisvon Troughton, und es war zur vollendeten Einrichtungunserer Sternwarte nur noch nöthig, diesen Instrumenteneine solide Aufstellung zu verschaffen.
ch Mrgl. Monatl. Cvrrcsx. Vil. Band, Seite 167 undvm. Ed. S. 270.