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O, daß wir diesen erhabenen Beruf recht verstanden,daß die Vorstellung desselben uns so begeisterte, wiesie es wehrt ist, daß wir eifrigst bemüht waren, ihmnachzukommen. Aber wir können nicht ohne Weh-muth und Beschämung daran denken, wie weit wirhiervon entfernt sind, und wie viel weiter uns dieherrschende Trimmung unsrer Zeit noch immer davonentfernt. Das Irdische wird uns als das Beste undHöchste gepriesen. Von sinnlichen Gütern, Freudenund Geschäften wird unser Herz gefesselt und verengt.In der Fluth des Weltlebens werden die Bedürfnissedes Geistes erstickt. Ucberall erkalten Herzen, die fürdich und die Tugend warm waren. Ueberall wirdGleichgültigkeit gegen das, was uns immer rüh-rend, was uns immer das Wichtigste sepn soll-te, angetroffen. Möchten doch wir nicht un-ter denen sepn, die den Geist über den Kör-per vergessen, die es vergessen, daß sie mehr sind, alsder Staub der Erde, die, unbekümmert, was nachdem Tode aus ihnen werden wird, keine andre Sor-ge haben, als das flüchtige Leben mögligst angenehmhinzubrlngcn. Nichts könnte uns den Verlust ersetzen,den wir uns dadurch zuziehen würden. Schwereswird von uns gefordert; aber köstlich ist auch derPreis und jedes Opfers wehrt. Deine Hand ver-laßt uns nicht. An Aufmunterungen und Unterstü-tzungen wird es uns nie fehlen. Der Geist derWahrheit bleibt bey uns ewiglich. Muthvoll undfreudig wollen wir das Werk beginnen, das für dieEwigkeit unternommen wird. Dazu starke uns Herr