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dev Geist, dessen wir vollseyn sollen, vorzüglich zu er-kennen. Es ist umsonst, daß das Leben der Wahr-heit sich uns mitgcthcilt hat, daß fromme Gefühleuns gewöhnlich sind, wenn in der Beschaffenheit un-sers Herzens und Willens nichts daran sichtbar wird.Eist dann, wenn das Leben der Wahrheit strengeSittlichkeit, wenn das fromme Gefühl echte, dasganze Gemüth umfassende, Religiosität geworden ist,erst dann sind wir geistige Geschöpfe, erst dann kön«nen wir uns rühmen, daß wir mit dem Geiste Gottesund Jesu in Gemeinschaft stehen. Die Fruchtdes Geistes, sagt Paulus, ist Liebe, Freute,Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütig-keit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit.In dem Maße, in welchem wir uns diese Tugendenzu eigen gemacht haben, in welchem sie unser Leben.beherrschen, und sich in freudigen Thaten zeigen, sindwir des Geistes voll.

Sind wir voll Geistes: dann ist u nser Herzrein; wir haben unsre Leidenschaften bezwungen,unsre Begierden in Ordnung gebracht. Nur reineGedanken und Gefühle finden in uns Raum. Nurreine Antriebe und Bestrebungen kommen bep uns zurWirksamkeit. Nur das Untadelhafte wird von unsbeschlossen, nur was vor Gott und Menschen bestehenkann bep uns gebilligt. Wir Hagen keine verkehrteAbsicht und bedienen uns keinen ungerechten Mittels.Der Eigennutz hat bep uns keine Stimme; aber dieStimme der Pflicht ist uns desto ehrwürdiger. DieSinnlichkeit verunreinigt den Menschen, wenn sie sein