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den sie gewiß in der Anwendung bemerkbar genugsepn; und'das ist hinlänglich, unsre Aufmerksamkeitauf sie zu lenken. Der Geist der Zeit verändert sichunaufhörlich; und dies geschieht nicht in plötzlichenUmgestaltungen; jedes Jahr trägt das Genüge dazubey. Unter dem Einflüsse dieses Geistes stehen 'wiralle; wir verändern uns allmählich mit ihm. Wirsehen und hören täglich etwas, das sich auf unfernGlauben bezieht, und auf denselben wirkt. Wirvernehmen die Meynun'gen andrer Menschen,, undmachen sie zu den unsrigen, weil sie uns annehmlichscheinen. Wir werden zu mancherley Untersuchungenüber wichtige Dinge veranlaßt, gehen aber zu flüchtigdabep zu Werke, und endigen sie zu schnell, als daßwir uns ganz auf das verlassen dürften, was wirdurch sie Neues gewonnen haben. Kein Augenblickvergeht, wo nicht Empfindungen und Gedanken inunsrer Seele entstehen und wieder verschwinden, diegewiß alle Spuren ihres Daseyns zurück lassen, undunserm Geiste eigne Richtungen geben.
Wenn man nun auch nicht behaupten darf, daßjede Veränderung, die sich in einem gewissen Zeiträu-me mit unfern Ueberzeugungcn zugetragen hat, eineverwerfliche scp: so laßt sich doch noch weniger sagen,daß wir sie alle billigen dürfen. Die Art wie sie ent-stehen, muß sie uns sehr verdächtig machen; und csläßt sich erwarten, daß noch mehr Falsches als Wah-res in uns übergegangen sepn wird. Sind wir dochüberall von Blendwerken und Bethörungsmitteln um-geben; sind doch die unregelmäßigen Ziele der mensch-