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seinen Irrwegen zurückzubringen. Mit dem Morgendes neuen Jahres gehe Euch ein neuer Heller Schummer der Zukunft auf.

Wer muß nicht gestehen, daß sein Zustand imGanzen noch sehr unvollkommen ist? Wir alle be-dürfen noch viel, was wir nicht besitzen, wir wün-schen noch viel, was uns nicht zu Theil wird. Man-ches besitzen wir nur halb, was wir ganz haben möch-ten. Unser Schicksal ist so oft unfreundlich gegenuns. Der Kummer dauert oft so lange, und dieFreude flieht so schnell. Daß unser Zustand auf Er-den allen unfern Wünschen und Bedürfnissen entchre-chen, daß er je ein ganz vollkommner seyn werde,das dürfen wir nicht erwarten. Aber, daß sich nochmanches zum Guten wende, daß noch manches eineschönere Gestalt annehme, das dürfen, das sollenwir hoffen.

Hoffen dürfen und sollen wir, zwey-tens, r andre. Unser Herz ist des Mitgefühlesempfänglich; die Pflicht gebeut uns, an ihrem Erge-hen Antheil zu nehmen; die Liebe, welche wahre Chri-sten haben sollen, verbindet uns dazu noch mehr.Ihr Glück ist in so mancher Hinsicht das unsrige, wieihr Elend in mancher Hinsicht uns mit unglücklichmacht. Nein, wir dürfen heute nicht kalt und eng-herzig bep uns selbst stehen bleiben. Auch Euch, un-fern Brüdern, soll sich überall unser Herz öffnen, in-dem die sanften Strahlen der Hoffnung unser Augeentzücken. Erwartungen des Bessern auch für Euchsollen uns heute beschäftigen und froh machen. Daß