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Festpredigten
Entstehung
Seite
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aus der Hand des mächtigen Verderbens. Ueberden Sohn der Maria ward das ernste Wortgesprochen: daß seiner Mutter einst würdeein Schwert durch ihre Seele gehen. DerSohn der Maria mußte sich von Johannes taufenlassen, auf daß alle Gerechtigkeit erfülltw ü r d e. § v war seinen Eltern unterthan; e r nahmzu an Alter und Weisheit und Gnade bey Gott undden Menschen. Der Sohn der Maria fühlte mensch-liche Bedürfnisse, ihn hat gehungert und gedurstet;er konnte klagen, die Füchse haben Gruben,die Vogel des Himmels haben Nester,aber des Menschensohn hat nicht, wo ersein Haupt hinlege. Der Sohn der Mariaist versucht worden allenthalben, gleichwie wir, und hat in dem, daß er gelitten,Gehorsam gelernct. Nur der Sohn der Ma-ria konnte jenen merkwürdigen Kampf kämpfen, inwelchen wir ihn in der Wüste verwickelt sehen. DerSohn der Maria fühlte sich hingezogen vom Zugeder Verwandtschaft zu einfachen und guten Menschen;er nahm Theil an allen menschlichen Dingen; erverschmähte nicht die unschuldige Freude; er warfröhlich mit den Fröhligen und weinendmit den Weinenden. Ihm gingen die Augenüber am Grabe des Freundes. - Der Sohn der Ma-ria empfand menschlichen Schmerz und nur der Sohnder Maria, war fähig zu leiden. Der Sohn derMaria hatte dieses himmlische Mitleidcn mit unsrerSchwachheit und mit unsrer Noth; er zerbrach