Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
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Daß dieses äußere Ohr nicht ein harter/ zum Selbsttöncn geeigneter:Körverist, davon laßt sich wohl der Grund darin finden, daß einsolcher Körper ein Nachtöncn bewirken und dadurch das reine Auf-fassen jedes einzelnen Lautes hindern würde, so wie jachuch das sooft angewandte metallene Hörrohr, eine sich nach außen erweiterndeRöhre, manchem Schwerhörigen wegen dieses Nachtöncns lästig ist.

Der Gchörgang schließt sich an die Muschel an und ist hintendurch eine elastische Haut, das Trommelfell, geschlossen, und offen-bar ist diese Haut dazu da, um durch die zum Ohr gelangenden Vi-brationen der Luft selbst in Vibrationen versetzt zu werden. Hinterdem Trommelfelle liegt die Trommelhöhle, in welcher sich eineVerbindung von zarten Knöchelchen, dem Hammer, dem Ambosund dem Steigbügel, befindet. Der Hammer ist mit seinem einenEnde an das Trommelfell befestiget und geräth folglich mit in Vi-brationen, wenn jene elastische Haut erschüttert wird; der Ambossteht durch eine Art von Gelenk mit dem Hammer in Verbindung,und ist durch das linsenförmige Knöchelchen mit dem Steigbügelverbunden, dessen unterer Thcil (gleichsam der Tritt, auf dem imSteigbügel der Fuß ruhet,) das ovale Fenster schließt. Diese feineMaschine ist so verbunden, daß bei den Vibrationen des Trommel-felles auch der Steigbügel in Bewegung geräth, und in die Oeff-Nung des ovalen Fensters, worin er genau paßt, etwas herein undheraustreten kann, indem die Haut, die ihn mit den umgebendenRändern des Fensters verbindet, dieses gestattet. Diese Verbindungzeigt nun wohl, daß die jenseits des ovalen Fensters in den Höh-lungen des Labyrinthes enthaltene Flüssigkeit durch jene Vibratio-nen soll erschüttert werden, und daß die Vibrationen so den in denLabyrinth eintretenden Nerven zugcführt werden sollen; aber warumdie Anordnung so künstlich und zusammengesetzt sei, wozu die halb-kreisförmigen Canäle dienen, welche Bestimmung die Schnecke,ein spiralförmig gewundener, noch in zwei getrennte Gange abge-sonderter Canal, habe, das ist noch völlig unaufgehcllt. DieEustachische Röhre, die von der Trommelhöhle nach dem Mundezu geht, scheint nur bestimmt, die in der Trommelhöhle enthalteneLuft mit der äußern Lust in Verbindung zu setzen.

Wenn man überlegt, wie viel das Gehör leisten soll, so erhelltwohl, daß dazu mancherlei Theile nöthig scm mögen, und daß wir