Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
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ungleichförmiger Beschaffenheit der Platten kann man es nicht be-wirken, daß die Figuren die vollkommene Symmetrie erhalten, diesic erhalten sollten, und eine vollkommene Gleichheit in allen Thci-len der Platte scheint nach Savart's Versuchen nie völlig statt zufinden und deshalb die einfache Form der Klangsigurcn an gewissenStellen und in gewissen Richtungen reiner, in andern Richtungenminder schön hcrvorzugehen. Savart sucht den Grund hicfürin einem crystastinischen Gefüge der Körper, welches nach gewissenRichtungen, selbst in der schönsten Kreisscheibe, eine andre Anord-nung der Vibrationen bewirkt, als in andern Richtungen.

Wie die einzelnen Thcile der Scheibe sich bei den Vibrationenbewegen, das läßt sich wohl übersehen. Offenbar muß, wenn ab(!?>!;. 125.) eine ziemlich lange ccchtwinkliche Scheibe ist, die bei «gestrichen, die Knotenlinicn ab, <I«, kz zeigt, der Theil äbikeine hinabgchcnde Vibration machen, indem ebl^ eine hinaufge-hende Vibration macht, und ebenso müssen die Thcile alleb, gib»,gleichzeitige hinabgchende Vibrationen machen, wahrend der hinauf-gchenden Vibrationen des Theiles ebiA. Es erhellt hiernach, daßjeder hinaufwärts vibrirende Theil grade neben sich Hinabwarts vi-hrirende Theile, nach den Eckrichtungen aber hinaufwärts vibrirendeLheilc fordert, und daß zum Beispiel bei derjenigen Schwingungder Ouadratscheibe, bei welcher die Knotenlinien, welche li'iA. 150.zeigt, entstehen, die Thcile so vibriren, daß die mit -j- bezeichnctenTheile die eine, die mit bezeichncten die andre Richtung gleichzeitigbefolgen. Indem aber so die an einander liegenden vier Stücke einein jeder Secundc mehrere hundertmal wechselnde Stellung annehmenmüssen, so läßt sich auch wohl einsehen, daß dieses nicht so geome-trisch strenge begrenzt geschehen kann, wie die Zeichnung cs fordert,sondern daß um jeden Durchschnittspunct der Knotenlinicn ein ge-wisser Raum unerschüttert bleiben, dadurch aber die Form der Li-nien oft ins bogenförmige übergehen, und an Einfachheit verlierenwird.

Daß den tiefcrn Tönen eine Einthcilung der Scheibe in weni-gere Thcile entsprechen wird, und daß man bei höhern Tönen einemehr zusammengesetzte Klangsigur zu erwarten Grund hat, laßt sichaus den höhern Tönen der in mehr Abtheilungcn zerlegten Saitenauch wohl voraussehen; aber nach welchem Gesetze hier die Zahl