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der Schwingungen zunimmt, ist noch sehr wenig aufgeklärt, obgleichChladni eine merkwürdige Reihe von Erfahrungen darüber be-kannt gemacht hat.
Bei Scheiben von geringer Breite findet man die Schwingun-gen denen gemäß, die ein elastischer Stab annehmcn kann. Sowie dieser, wenn er in a, I», in Punctcn nämlich, die Schwingungs-knoten sind, aufliegt, Schwingungen, wie die kig. 157. darstellt,macht, so zeigt auch eine in Z gehaltene und in k gestrichene Scheibebei x und o Qucrlinien. Der Stab kann drei Schwingungsknotcnhaben, wie kllZ. 158. und ebenso kann die Scheibe Im die drei ent-sprechenden Knotcnlinicn zeigen; der Ton, welchen sic im letztenFalle macht, giebt 25 Schwingungen während der erste 9 macht,und ist also üs, wenn den zwei Knoten 6 entsprach.
Wenn man die schmale Platte an der langen Seite streicht,so erhält sie, mitten festgehalten, eine Mittellinie und kann mehrereQuerlinien erhalten. Hält man die Scheibe in der Mitte a fest undstreicht bei b, so erhält man die beiden sich durchkrcutzenden Linien(kllA. 159.); hält man an der richtigen Stelle um 2 Linien zu be-kommen, so ist der Ton eine Octave höher; erhält man drei Quer-linicn, so ist er eine Octave und eine Quinte höher, als im erstenFalle; die Schwingungszahlen verhalten sich also wie I, 2, 3. Umdiese Linien zu erhalten, muß man in einem dcr Durchschnittspunctefesthalten und in einem der Puncte, die mitten zwischen den Qucr-linien liegen, streichen. Ist die Scheibe erheblich breit, so weichendie Schwingungszeitcn von der eben gegebnen Bestimmung ab, undihre Schnelligkeit wächst in stärkerm Maaße.
Um bei den Scheiben die Regelmäßigkeit der entstehenden Kno-tenlinicn genauer wahrzunehmen, ist es gut, die Scheiben durchfeine ausgezeichnete Linien einzutheilen; ist die Masse der Scheibenund ihre Dicke überall gleich, so findet man die Anordnung der Li-nien sehr vollkommen symmetrisch; aber bei Ungleichheiten in derScheibe zeigen sich erhebliche Abweichungen. Um hier nur einigeder Klangfiguren zu erwähnen, die man ohne große Schwierigkeitzu erhalten pflegt, und die man auf jeder reinen Glasscheibe leichtselbst darstellen kann, verweile ich nur bei der Quadratscheibe und beider Kreisschcibc. Ich nehme an, daß die Scheibe mit einer Schraubein dem gehörigen Puncte festgehalten werde; —> bedient man sich