Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
315
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tcn, daß wir dir Stelle suchten, wo aufgelegte Papiccsrückchen inRuhe blieben.

Wenn die Chladui'scheu Klangfiguren gut hervorgchensollen, so muß man eine möglichst gleichförmige Scheibe in einemso kleinen Raum als möglich, entweder zwischen den Fingerspitzenfesthaltcn oder in einer Schraube einklemmen; man muß beimStreichen den Bogen genau an einerlei Stelle und mit immer glei-chem Drucke in einer gegen die Scheibe senkrechten Richtung herab-zichcn, und nur eine mäßige Menge trocknen und feinen Sand auf-stceuen. Ist die Stelle, in welcher die Scheibe festgehalten wird,zu groß, so hindert man die freien Schwingungen; denn eigentlichsollte nur ein einziger Punct unterstützt werden. Vollendet man diedie Vibration bewirkenden Auge des Bogens nicht so, daß immerdieselbe Stelle der Scheibe in immer gleiche Schwingungen gesetztwird, so geht statt des einen Tones, nach welchem sich die Lage desSandes zu ordnen anfing, ein andrer Ton hervor, der andre Kno-tenlinien fordert. Hat man zu viel Sand aufgcstrcut, so ist wiederdie Bewegung nicht frei genug. Man bemerkt bei diesen Versuchensehr bald, daß das Hcrvorgchcn verschiedener Töne wahrend derersten Auge des Bogens am leichtesten statt findet; hat aber derSand nur erst einmal eine bestimmte Anordnung erhalten, so gehtmit viel mehr Sicherheit immer derselbe Ton wieder hervor, offen-bar deswegen, weil der Sand nun grade auf den Stellen aufliegt,die bei diesem Tone ruhend bleiben, und dagegen erst wcggestoßenwerden muß, wenn ein andrer Ton hcrvorgchcn soll. Man erleich-tert daher das Hervorgchen einer bestimmten Figur, wenn man aneinigen der Stellen, wo Knotcnlinicn entstehen sollen, das heißt, woder Sand sich anlegcn soll, leise mit den Fingern berührt, oderwenn man die im Entstehen begriffene Figur irgendwo leise mit demFinger berührt; denn indem so ein Punct oder einige Punkte derScheibe am Schwingen gehindert werden, können wenigstens dieje-nigen Töne nicht hervorgchen, die ein Vibriren grade dieser Thcileder Scheibe forderten. Wenn die Scheiben nicht elastisch genugsind, um mit Leichtigkeit auf ihnen die Figuren recht gut begrenzt zuerhalten, oder wenn man das Streichen nicht mit der nöthigenGleichförmigkeit ausführt, so kann eine vorsichtige Berührung inmchrcrn Stellen dienen, um die Figuren zarter darzusrellcn. Bei