Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
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während die Endpunkte jedes Theiles ruhen. Wenn man einenicht allzu lange Saite in ihrer Mitte mit einem Bogen streicht/so kömmt sie gewöhnlich in solche Schwingungen, wie wir sie bisherangenommen haben; streicht man sie mehrmals und giebt sie dannnicht immer einen gleich tiefen Ton, so ist das ein Zeichen, daß siesich dennoch in Theile zerlegt, und der tiefste Ton ist der Grundton,derjenige, wobei sie ungetheilt in Schwingung geräth. Wenn siediese Schwingung annimmt, so werden leichte Papierstückchen,welche man über sie hangt, abgcworfcn, sie mögen sich befinden,wo sie wollen; dagegen wenn man die Saite auf der Mitte leise mitdem Finger berührt und in der Mitte der einen Halste streicht, sogerathcn beide Halsten in entgegengesetzte Schwingungen, die Saitenimmt nämlich die Gestalt ackbev (1'iA. 148.) an, Papicrslücr-chen in der Nähe von b bleiben fast ganz ruhig liegen, statt daß diebei ck oder e auflicgenden abgcworfen werden. Ein solcher Schwintgungs knoten bei b, wie man ihn in diesem Falle durch einsanftes Berühren mit dem Finger in der Mitte hervorbringt, ent-steht zuweilen auch von selbst, wenn man in ck oder e streicht, undähnliche Knoten kann man auf ein Drittel der Länge, auf ein Mer-tel der Länge durch ein leichtes Dämpfen mit dem angehaltnenFinger Hervorbringen. Der merkwürdige Versuch, welcher zeigt,daß dann die ganze Saite sich in gleiche Theile eintheilt, läßt sichan jeder zwischen zwei festen Stegen aufgezogenen Saite anstellen.Mißt man nämlich ihre ganze Länge ab, bestimmt ihre gleichen Ab-theilungen, zum Beispiel alle Fünftel und legt auf die Endpunctedieser Abtheilungen weiße, dagegen in die Mitte jeder Abtheilungfarbige Papierchen auf die Saite, dämpft mit leise angchaltncmFinger auf dem Ende des ersten Fünftels und streicht in der Mittedesselben, so fallen alle farbigen Papiere sogleich herab, währenddie weißen ganz ruhig liegen bleiben. Es zeigt sich also, daß obgleichnur der Endpunct des ersten Fünftels durch die leise Berührungruhend erhalten wurde, nun auch die Endpuncte aller Fünftelruhend bleiben.

Wenn die Saite sich so in mehrere Abteilungen zerlegt, zwi-schen denen unbewegte Punkte oder Schwingungsknoten liegen, sosind die Abtheilungen immer gleich, und nie begegnet es, daß z.B.nur ein einziger Schwingungsknvten am Ende des einen DrittelsI. T