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diesen festen Pinnten liegende Theil der Saite wird in schwingendeBewegung gesetzt. Will man der Saite eine andre Lange geben,so verändert man die Stelle, wo das Festhalten statt findet. Umaber die Spannung abzumesscn, hat das ganze Instrument einevertikale Stellung, die Saite wird durch angehängte Gewichte in, den angemessenen Zustand der Spannung gebracht und dann injenem Punkte fest eingeklemmt; soll die Spannung eine andre wer-den , so löset man die Klemmung, hängt vermehrte oder vermin-derte Gewichte an, und stellt die Klemmung wieder her, wenn dieSaite sich der neuen Spannung gemäß ausgedehnt hat.
Bedient man sich dieses Instruments und behält einerlei Saiteund cincrlcs Spannung bei, giebt aber dem tönenden Theile derSaite zuerst eine willkürliche Länge, dann die Hälfte, dann dasDrittel, dann das Viertel der Länge, so findet man, daß der Ton,den die halb so lange Saite angicbt, die nächst höhere Oktave ist, zudem Grundtonc, den die ganze Länge angab, daß die ein Drittelso lange Saite die höhere Oktave der obern Quinte des Grundtons,daß die ein Viertel so lange Saite die zweite höhere Oktave desGrundtons angiebt. Bedient man sich zweier Saiten, gleich ge-spannt, aber die erste doppelt so dick und halb so lang, als die zweite,so geben sie einerlei Ton, so wie auch nach der eben auSgeführtcnTheorie die Zahl ihrer Schwingungen gleich ist; sind sie beide gleichlang und gleich gespannt, so giebt die doppelt so dicke die liefereOktave zu der andern. Und eben diese Uebereinstimmung, daß dienach der Theorie doppelt so schnell schwingende Saite die höhereOktave giebt, die dreimal so schnell schwingende Saite die Oktaveder Quinte u. s. w., findet statt, wenn ungleiche Spannung die un-gleiche Zahl der Schwingungen bewirkt.
Aus dieser merkwürdigen Uebereinstimmung beruhen nun alleVergleichungen, zu welchen das Monochord dienen kann. Wirhaben eine zufällig gewählte Saite aufgespannt, Und wollen wissen,wieviele Schwingungen sie macht, während die Saite unsers Mo-nochords eine Schwingung macht; — gesetzt wir fänden, daß dersiebente Theil der Monochordssaite eben den Ton gäbe, wie jene , sowüßten wir, daß jene Saite sieben Schwingungen macht, währenddie ganze Saite des Monochords nur eine Vibration vollendet.