Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
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Blasen, je mehr die Verdünnung der Lust zunimmt, Hervordringensicht. Wird die Luft in hohem Grade verdünnt, so geht diesesHeraussteigen der Blasen in ein wahres Kochen, jedoch ohne ver-mehrte Warme, über. Das Kochen nämlich entsteht aus einemEntwickeln von Dampfen im Innern der Flüssigkeit; diese Dampf-Entwickelung kann erst statt finden, die Dampfblafcn können ersteiufsteigen, wenn ihre Elasticität den Druck der äußern Luft übcr>-trifft, und daher tritt, bei dem gewöhnlichen Luftdrücke, das Kochenerst dann ein, wenn durch große Wärme die Elasticität der Dämpfeeinen hohen Grad erreicht hat; ist aber der äußere Druck geringe,so reicht schon die gewöhnliche Wärme der Atmosphäre hin, umjene Dampfbildung, das wahre Aufkochen, zu bewirken. Der luft-leere Raum ist daher ein Beförderungsmittel des Abdampfens, undwenn man Flüssigkeiten hat, die durch die gewöhnliche Kochwärmcleiden würden, so ist es doppelt wichtig, sie in einem luftleerenRaume bei mäßiger Warme verdampfen zu lassen. Man hat dabeinicht einmal immer die Luftpumpe nöthig; sondern wenn man(I'iA. 142.) die abzudampfende Flüssigkeit in das Gefäß -LL gcthanhat, welches mit einem zweiten Gefäße 6 in Verbindung steht, sobringt man nur an die Röhre O eine Zeit lang ein Gefäß mit ko-chendem Wasser an, damit der ganze Raum v Lk 6 sich mit hei-ßen Dämpfen fülle; diese treiben durch einen bei 1 geöffneten Hahndie Luft aus, deren Stelle sie einnehmen. Verschließt man nun,nachdem die Dämpfe recht heiß einige Zeit durchgestrichcn sind, dieHähne 14 und 1, so schlägt der erkaltende Dampf sich bald niederund laßt einen luftleeren Raum zurück, und damit nun die in die-sem luftleeren Raume erzeugten Dampfe sich in dem Gefäße 6condensircn, stellt man dieses in Eis, indem dadurch in 6 derDampf zu tropfbarer Flüssigkeit wird, und immer neue Dampf-Erzeugung in L erfolgt. Bei der Zuckersiederei von Howardund Hogson ist eine solche erleichterte Dampf-Erzeugung ange-bracht, indem dort durch eine Luftpumpe der Raum über dem Zuckerso ausgepumpt wird, daß der Zucker bei 30° R. kocht, also nieeiner zu großen Hitze ausgefetzt ist.

Jene Entwickelung von Luftblasen zeigt sich bei Bieren undMineralwassern noch lebhafter, aber das auf diese Weise seiner Luftberaubte Bier ist nun in wenigen Augenblicken schaal geworden.