Man kann die bei vermindertem äußern Drucke hervorgehendeAusdehnung eingeschlossencc Lust auch dadurch sichtbar machen, daßman eine zugcbundcnc Blase, die fast gar keine Lust zu enthaltenscheint, unter die Glocke der Luftpumpe bringt. Wird nämlichdiese Blase nicht mehr von dem Drucke der äußern Lust zusammcn-gepreßt, so schwellt sie durch die wenige, in den Falten übrig ge-bliebene Luft an, und zeigt sogar Elasticität genug, um ein bedeu-tendes Gewicht zu heben. Bei lebenden Thieren sieht man im luft-leeren Raume eben diese Ausdehnung der im Innern enthaltenenLust an ihrem Aufschwellen, an dem Hcrvortceiben der Augenu. s. w.
Bestimmung des Gewichtes einer Lu ft Masse.
Diese Versuche lassen sich auf mannigfaltige Weise abändern,da sie aber alle nur eins und dasselbe zeigen, so gehe ich zu einemwesentlich verschiedenen Versuche über, wodurch man das wahreGewicht einer bestimmten Quantität Lust zeigt. Man schraubt einemit einem Hahne versehene hohle Kugel von erheblicher Größe andie Luftpumpe und verdünnt die Lust in derselben, hängt sie dannan die Waageschaale und wäget sie genau ab, alsdann öffnet manden Hahn, Um die Luft einzulassen, und indem man das vorige Ge-gengewicht nun nicht mehr zureichend findet, sondern einige Drach-men oder selbst Unzen nachlcgcn muß, erhält man das Gewicht derin die Kugel neu cingetrctenen Lust. Dieser Versuch, den mangewöhnlich nur oberflächlich anstellt, um zu zeigen, daß bei einerKugel von 1 Cubicfuß Inhalt das Gewicht der ausgepumpten Lufteine Unze übertrifft, ist einer viel größern Genauigkeit fähig. Umdiese zu erreichen, muß man zuerst den inncrn Raum der Kugelsehr genau ausmessen, und dies geschieht am besten, indem man siemit Wasser füllt; hat man ihr Gewicht bestimmt als sie leer war,und bestimmt man eben dies Gewicht, nachdem sie mit Wasser ge-füllt ist, so erhält man, weil das Gewicht von I Cubiczoll Wasserbekannt ist, den Cubic-Inhalt der Kugel; es versteht sich, daßman dabei die Wärme des Wassers beobachten muß, weil wärmeresWasser leichter ist. Wenn man so den genauen Inhalt der Kugelund das Gewicht der leeren Kugel kennt, so scheint cs hinreichend,wenn man sie nur auspumpte und wieder wöge; aber da man nie
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